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Montag, 24. Oktober 2011

...but a nice cover


Es gibt eine Menge Platten, von denen man schnell sagen kann: Irgendwie kickt das nicht so richtig. Platten die weder abgrundtief schlecht noch superwahnsinnnig toll sind. Das sind genaugenommen wahrscheinlich 90% aller je erschienenen Platten. 5 Prozent würde man jederzeit gegen die eigene Großfamilie eintauschen und die anderen 5%, nunja, kann man gut als Brechmittel oder zur Lösung einer fiesen Obstipation einsetzen. Die sind so schlecht, dass einem beim Hören die Scheiße durch den Darm rutscht. Für die etwas grobe Ausdrucksweise möchte ich mich sofort entschuldigen, aber fiese Platten brauchen auch drastische Begrifflichkeiten. Und dann gibt es noch Platten wie die "Love Songs & Battle Hymns" eines Trios namens Muffalo. Die sind ungefähr so, wie die Leute im Klassenraum, die inder dritten Reihe von vorn, zweiter Platz von links sitzen und sich selten gemeldet haben. Man könntre sie Hinterbänkler nennen, wenn sie dafür nicht zu weit vorn gesssen hätten. Diese Leute waren immer eher ruhig, trotzdem nett, keine Riesenarschlöcher, aber auch niemand, mit denen man siene erste Zigarette auf dem Klo geteilt hätte. Sie waren einfach da. Und erst in der Distanz duch ihre stinknormale Unauffälligkeit wieder inteerssant. Ähnliche Eindrücke vermitteln Muffalo, die irgednwo aus den USA kommen und sich latent im Kyuuss-Umfled formiert haben. Mein erster Gedanke beim Hören der "Love Hymns and Battlesongs" war: Wieso nimmt man so eine Platte auf? Eine Gitarrenrockplatte mit einem leichten QUOTSA-Touch, aber ohne total in die dumpfe basslastige Sound-Wüste zu kippen. Die Songs sind gut gespielt, aber nie überragend, es findet sich nicht so recht der Aufschrei, der Hit, bei dem man sagen könnte, nur deshalb ist das hier eien Kaufempfehlung wert.
Gut, dachte ich, vielleicht habe ich sie nur noch nicht oft genug gehört. Also dann noch 5mal durchlaufen lassen. Ich muss kapitulieren. Es bleibt nichts hängen. Gitarrenlastige Rockmusik. Schnörkellos, gut gemacht, aber auch etwas graumäusig. Wenn man ein Album veröffentlicht, rechnet man vielleicht damit, dass es zumindest eine kleine Schar gibt, die die Songs hemmungslos abfeiert, selbst das kann ich mir bei Muffalo schwer vorstellen. Das Album läuft durch, als wäre alles mit angezogener Handbremse gespielt worden und die Herren Trautman, Myers und Gunderson
nicht so explodieren wollen, wie es bei einem Rockalbum sein muss, das Aufsehen erregen soll - und seien wir ehrlich - das ist doch das Ziel jeder Gitarrenrockplatte: Aufmerksamkeit erregen, egal ob durch laut oder leise, schnell oder langsam, extrem tricky oder total stumpf - es muss nur zumindest teilweise den Hörer aus seinem dumpfen Aufmerksamkeitsdefizit reissen - oder wie der Fachman sagt: es muss rocken, ansonsten kann man's gleich lassen. Was ziemlich gut mein Problem mit dem Durchschnitts-noch-nicht-mal-luschige-Kiffermucke von Muffalo beschreibt. Es fehlt einfach der Kick und ich frage mich immer noch: Warum so eine Platte rausbringen? Vielleicht brauche ich einfach 10 Jahre Distanz, um das hherauszufinden (Q) (Buttamilk Rec.)

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