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Sonntag, 24. Juli 2011
Dub, Dubios, Dubioza Kolektiv
Kaum läuft "Wild wild east" am Samstagabend einmal rund, kommen eine Menge Assoziationen dazu auf. Zum Beispiel die Minuten, die man braucht, um die Wahrschauer Brücke von Kreuzberg nach Friedrichshain zu überqueren und Richtung RAW-Gelände zu irgendeiner Skate-Dancehall-whatever-Party zu schlendern. Der Ausblick, den man dabei auf die Plattenbau-Ostbahnhof-Skyline hat, ist eh der beste, den man bei einem aufkommenden Berlin-Blues haben kann - und der ist im Gegensatz zu vielem anderen in der Statdt total wetterunabhängig. Der Ausblick, nicht der Blues, aber der wäre auch wieder eine eigene Geschichte wert. Mit Sicherheit springen einem dann noch ein paar mehr oder weniger talentierte Straßenmusiker in den Weg, ebenso die obligatorischen Flyerverteiler, die für ihre megageile Electro-Dub-Reggae-Party werben. Was genau beworben wird, geht oft nicht mal aus den Flyern hervor. Dazu kommen noch diverse Touristentruppen, die den gleichen Weg einschlagen wie du. Dabei könnte es sehr gut sein, daß auf dem RAW-Areal mal desöfteren was vom Dubioza Kolektiv (genau so wird's geschrieben, liebe Freunde der neuen Rechtschreibung) zu hören ist. Denn obwohl der Revolutions-Achter aus Bosnien kommt, fabrizieren sie den Sound, den man auch gern mal in Berlin, vorzugsweise Kreuzberg, F'hain und den ganzen alternativen Locations wie SO36, RAW, Yaam, Bar 25, Maria etc.goutiert. Überall dort würde das neue D.K.-Album "Wild Wild West" mit dieser Mische aus Dub, Reggae, Ska, Dancehall, Electro, Hip Hop, der ein oder anderen osteuropäische Melodie und - darf nicht fehlen - den globalisierungskritischen, kämpferischen Polit-Lyrics, gut hinpassen. Egal ob live auf der Bühne, übers Soundsystem oder als Hintergrundbeschallung einer non-tourist-Bar im Kiez. Wenn Stücke "making money", "Whistleblower", "Euro" oder "USA" heißen, darf man schon sicher sein, daß da keine Einschlafmärchen vertont werden. Das steigert die Laune effektiver als irgendwelche medikamentösen Anti-Depressiva und es lässt sich dazu natürlich bestens tanzen, egal ob im Club, auf dem Bauwagenplatz oder eben auf der Warschauer Brücke mit Ausblick. Besser gesagt, GERADE mit Blick auf die doofi-doofi O2-Arena, gibt das Dubiozia Kolektiv den Soundtrack vor, mit dem auf Jahre hinaus alle Anti-Media-Spree-Demos dieser Stadt vertont werden könnten. Und ich wette, daß "Wild Wild West" auch den berechtigten Groove gibt, wenn man seinen brennenden Grillanzünder auf den Reifen einer fabrikneuen S-Klasse vor dem Car-Loft in seinem Viertel legt. Ganz unglobalisiert ist "Wild wild east" übrigens auf dem Label vom Faith No More-Bassisten Billy Gould koolarrow rec. erschienen. Guter Schritt für das Kolektiv, die ich jetzt mal nicht als "lustige Bosniaken" bezeichnen werde. (F) (http://dubioza.org/,
Dienstag, 12. Juli 2011
Deutschpunk, ein Sommer, kein Märchen Teil III
Deutschpunk – ein Sommer, kein Märchen - Teil II
Und was machen wir jetzt? Kleine Kreuzberg-Safari gefällig? Durch DAS Punk-Kreuzberg, wie es schon seit den 80ern existiert? Kein Problem, für diesen Film ist die neue Kumpelbasis-CD „Der Luxus unter wilden Tieren“ wohl der passendere Soundtrack. Sind ja auch aus Berlin und mit der Kumpelbasis konnte ich mich aber schon immer besser anfreunden. Hätte ja nicht gedacht, daß deren erste LP „Mächte des Alltags“ schon wieder 9 Jahre alt ist. Die hab ich damals ziemlich abgefeiert und dann war die Kumpelbasis sogar mit einem Interview im Renfield am Start, obwohl ich auch da schon D-Punk nur noch in homöopathischen Dosen hören konnte. Und jetzt also „Der Luxus unter wilden Tieren“. Soviel hat sich nicht verändert. Der Sound ist etwas fetter geworden, (sowie wir alle, die etwas in die Jahre gekommen sind) und das Kreuzberger Punk-Inventar bleibt bei seiner soliden Mische aus deutschen und spanischen , leicht melancholischen Texten, die vom Hinterhof wie von Eckkneipen und Kiezstraßen erzählen, rockigem Punk, etwas Ska und Reggae, also alles das, was man in X-Berg auch gern hört. Könnten sich auch Turbo-Ton-Slime-Negro-Manu-Scherben nennen und dann wüsste man, was die „Basis“ so bietet, Slime-Coverversion inklusive. Irgendwie immer noch gut, selbst für mich Mittlerweile-DeutschPunk-Muffel. (H) (Destiny Rec., www.destiny-tourbooking.com)
HAUSVABOT - Welches Leben CD
Ich glaube,ich hatte schon mal erwähnt, daß meine Deutschpunkzeiten schon lang vorbei sind. Woran das liegt, müsste ich mal ergründen.
Vieles von dem klingt für mich doch echt schlapp, erschreckend stumpf und textlich wie musikalisch finde ich mich immer mehr auf anderen saftigen Wiesen wieder. Aber das Frühjahr scheint die bevorzugte Deutschpunk-Release-Zeit zu sein, jedenfalls sind in der letzten Zeit gleich drei Alben hier auf dem Schreibtisch gelandet, die ich, wäre ich in einem anderen Leben Plattenladenbetreiber, ohne zu Zweifeln ins D-Punk-Fach stecken würde. „Welches Leben?“ harken HAUSVABOT hier aus dem Haus dann gleich noch mal nach. Gute Frage, das. Eins mit Iro, zerrissenen Ärmeln am ausgewaschenen T-Shirt, dreckigen Miliär-Boots ohne Schnürsenkel, zerfranstem VKJ-Aufnäher auf der kaputten Lederjoppe? Ah no, so ein Leben mag ich dann doch nicht mehr haben. Da halte ich es lieber mit SUPERPUNK (sowieso die beste Deutschpunkband) und stelle ein bedauerndes „Baby, ich bin zu alt“ dagegen. Und gegen richtige Orthographien im Bandnamen hab ich auch nichts mehr, HAUSVABOT aber wohl und das schon seit einigen Jahren. Sie bleiben also bei ihren Leisten und die werden auch musikalisch so klassisch im Deutschpunk-Salon verlegt, sodaß es fast nicht zu glauben ist, daß diese Platte nicht in den 80ern rausgekommen ist. Irgendwo zwischen Canalterror, Slime, Rawside, 3. Wahl und Force Attack-Fest gibt’s aber auch ein Platz und mitsingendes Iropublikum für HAUSVABOT. Ja, sie haben kritische Texte und die Musik ist hart und bestimmt auch ehrlich und auch 10 mal besser als irgendwelcher doofer Oi-Kram und gut produziert wurde das auch, übrigens bestimmt wieder hier unten im Hausvabot-Kellerstudio, aber: das alles gibt mir so gar nichts. Sorry, Freunde, ich bin raus. (Q) (ANR Rec., www.anr-music.org )
Sonntag, 10. Juli 2011
Vienna in Berlin
wanna hear the latest news?
Next week a bunch of good-looking and very creative Viennese will come to Berlin. From Vienna to Berlin. No, shit, it's really true. Austrians that come from Vienna to Berlin, we hadn#t had this for a while, har. Yes yes, it is really crazy, Austrians coming to Berlin, the whole world must have become mad...
But these cute and polite Folks from Austria are not a bunch of tourists, which are a bit late for Bread & Butter-Fashion-show.
What I want to say with this cryptic introduction is, that ZIVATA UTCA (which means "road of thunder storm" and sounds in my furry ears a bit like a good name for an 80ies-hairspray metalband) will play on July, 17th at Sputnik-Cinema in Kreuzberg - AND ...
of course they are not doing any embarassing Metal-stuff, but perform a great Mix of Balkan beats, Hip Hop, Dub, Folk in a really interesting Line-up with accordion, transverse flute, standup bass, drums and lyrics in english, german and croatian.
If you appreciate an evening of good, cheerful multicult music, you must not miss this!
ZIVATA UTCA (http://www.zivatar-utca.net)
@ Sputnik-Cinema, Hasenheide 54, 10997 Berlin (U7, U-Bhf Südstern)
Support: Interzone 0816 (Electro from Vienna)
Doors open: 9 o'clock p.m.
5 Euro
Sonntag, 3. Juli 2011
RENFIELD- Shirts: first limited edition out now!
Yes, shirts, like everyone needs them for concerts, going to the club, hanging around with friends in the park and wasting your time at an assessment center of a big bad bank.
The shirts are available in sizes S, M, L and XL and in black, dark blue and dark green and you got the famous Mr. Renfield in front. You can get them for just unbelievable 8 Euros (+ package), so have a look at the foto (for the record: I am not that vain, to present myself as a model for these shirts, but as there was no Claudia Schiffer nor a Naomi Campbell available on the Kreuzberg streets, I had to do it by myself)
So if you fancy this holy Renfield-Shirts, just get in contact at renfield-fanzine@hotmail.de and buy the shit out of us!
Cheers,
Gary F.
Mittwoch, 29. Juni 2011
JA PANIK - DMD KIU LIDT
Montag, 6. Juni 2011
Renfield-Fanzine No.23 coming soon!

Yeah, while sweating during these hot and sultry days of early June, I'd like to have some ice cream or a cool drink all the time. Sure I will hunt after these things soon, but before I have to spread some important news regarding to the next issue of Renfield-Fanzine.
After our small and charming one-topic Supermarket-number 22,5, it is time for another good mix of Hotch, Potch and Rock'n'Roll. Renfield No. 23 got several amazing intervioews featuring The Red River Two (Vienna finest Blues-Country-Punk-Projekt feat. Rainer Krispel of Seven Sioux and Ernst Molden, the "Leonhard Cohen" of Austria),
Tischlerei Lischitzki, Elfenart Rec. (one of the coolest Indie-Punk-Labels in germany in these times), M. walking on the water (highly nostalgic, but alive again) Bob Vennum from the Bellrays talks about his first songs in life, Timo from Berlin stoner-rock-punks Drive-by-Shooting (a.k.a. DxBxSx) about hateful effects of gentrifikation in Berlin and much more.
Of course a Zine like this has to be celebrated, so take these news about the the Release-Party of Renfield-Zne No. 23.
Renfield-No. 23 Release-Party
Fr., 24.06.2011
with
Gary Flanell & Ella Chord (charming covers)
The Brunettez (basement grrrl Punk à X-Ray Specs and the Slits)
TRIKE (higly entertainig busking Electro-Pop frm Canada/Berlin)
@ Trickster, Oberbaumstr. 11, Berlin-Kreuzberg, (near to Oberbaum-bridge)
Start: 9 o'clock in the evening
Entry: 6 Euro (every guets gets an issue of Renfield No. 23)
Montag, 16. Mai 2011
LEE HOLLIS-LESUNG IN BERLIN...

Yes, he really has a big mouth! Yes, he got a good kind of humor! Yes, he is the singer in one of the best punkbands ever for almots 30 fuckin' years! And yes he can even write more than faboulous lyrics! And he also can read! And he will do it!!!
YES YES YES! If you ever wanted to have a look at the big mouth of Lee Hollis, don't miss his only lecture in Berlin on May, 28th @ Sputnik cinema!
28.05.2011
21 Uhr
Lee Hollis (singer of the migty mighty SPERMBIRDS) liest
im Sputnik-Kino (www.sputnik-kino.com),
Hasenheide 54, Höfe am Südstern,
10967 Berlin
WORTNIK - last time before Sommerpause

Wow, have a look at THIS sky!
Ok, all you might see are some bullshit clouds - not really the weather I expected from May. I want the sun! I want it warm! I want T-Shirt-Knickerbocker-sneakers-without-socks-wearing-temperatures. But when I have a look out of my window to the busy life ath Görlitzer Bahnhof, it feels and looks like Oktober.
So, for me there is just one question: Where the fuck are spring and summer? I'd like to solve this a very important problem and will search for these two best seasons a year normally has to offer in June and July.
For our cozy WORTNIK-reading means this: we make a summer break in june and july and so on 25th of may we have the LAST WORTNIK-READING till AUGUST!
Don't miss ist and face the amazing line-up this time:
Wortnik- eine Mittwochslesung im Sputnik-Kino
feat.:
Der Fette Mann (DJ Tulpe & der fette Mann)
Leovinus
Christian Bormann
David Visconte (Schlammrock-Zine)
Zoschke (the voice of Anne Tanke)
u.a.
musikalische Luftunterstützung: TILL THE MORNINGLIGHT (first gig for years!) plays Townes van Zandt (www.tillthemorninglight.com)
25.05.2010
Start: 20:30 Uhr
Eintritt frei, Free Entry, donations are welcome!
Sputnik-Kino - Höfe am Südstern
Hasenheide 54,
10967 Berlin (U7, Ubhf Südstern)
www.sputnik-kino.com
Donnerstag, 14. April 2011
WORTNIK - 4th round in 2011

Yeah, we do it again!
Wortnik goes into its fourth round, this time after the Eastern Weekend and of course we hope, after searching eggs and catching rabbits, you are eager for another round of great underground literature. And perhaps I disguise myself as a easter bunny. Just if the audience wants it. We'll see.
So face the facts:
WORTNIK - eine Mittwochslesung im Sputnik-Kino
mit:
Gary Flanell (Renfield-Fanzine)
Razzo Campanelli (www.castafiore.net)
Christian Bormann
David Visconte (Schlammrock-Zine)
u.a.
+ musical support
Mi., 27.04. ab 20:30 Uhr
Eintritt frei, Spenden sind gern gesehen.
Sputnik-Kino (www.sputnik-kino.com)
Höfe am Südstern,
Hasenheide 54, 10967 Berlin (U7, Ubhf Südstern)
GASTLESER SIND HERZLICH WILLKOMMEN!
Donnerstag, 7. April 2011
WELTRAUMSCHROTT - RELEASE-PARTY!!

Yeah! Berlin's finest Punkrockers WELTRAUMSCHROTT finished their second Single "Asphaltcowboy" and of course this is really a reason to celebrate.B
eside of this I am involved in this as one (John Steam Records) of the 5 glorious Labels, which cooperation made this wonderful piece of vinyl possible.
So, next saturday, April, 9th, 2011 there will be an earthquake of a RELEASEPARTY @
TRICKSTER, Oberbaumstraße 11, Berlin-Kreuzberg
with the following bands:
The Brunettez (All-Girl-Punk, Berlin) +++
Enrico (Emo-Punk, Berlin) +++
and of course
WELTRAUMSCHROTT who will introduce their new Single "Asphaltcowboy" +++
4 Euro,
Start: 10 o'clock p.m.
Dienstag, 5. April 2011
Vienna Pogo!

Alright,
for all folks who might be interested in a real big Punkfestival with the big names of music for people with spiked hair, this might be interesting. So take your beer, leave the country and go to Austria. Enjoy beer cans without expensive refunds like in the old days (I recommend a "16er-Blech Ottakringer") And you have to wear a leatherjacket. And boots. And you need tattoos. And you need a band-shirt of a punkband. Must be torn. Not the biggest problems actually.
TEENAGE - RIOT Festival
WarmUp-Party: 7.July 2011 (@ Viper Room, Landstraßer Hauptstr. 38, 1030 Vienna, http://www.viper-room.at - 300 Tix limited)
Date: 8. + 9.July 2011
Venue: Arena, Baumgasse 80, 1030 Vienna - Austria
Venue-HP: http://www.arena.co.at[/b]
7.July 2011 - Warm Up Party
@ Viper Room, Landstraßer Hauptstr. 38, 1030 Vienna
AGNOSTIC FRONT (us)
VACUNT (aut)
8.July 2011 - Day 1
THE CASUALTIES (us)
DEMENTED ARE GO (uk)
THE TOASTERS (us)
THE DREADNOUGHTS (can)
PIPES & PINTS (cz)
EVIL MOPPED (aut)
SOUP SHOP (aut)
Aftershow-Party w/ DETERMINATION (aut) @ Arena-Beisl
9.July 2011 - Day 2
COCKNEY REJECTS (uk)
LOKALMATADORE (ger)
HEIDEROOSJES (nl)
TWOPOINTEIGHT (swe)
GEWOHNHEITSTRINKER (ger)
21 STORIES (aut)
FLATLAND WARRIORS (aut)
Aftershow-Party w/ UNTAUGLICH (aut) @ Arena-Beisl
Tickets: (euro)
WarmUp Party: 16,- / 20,-
Day 1 : 22,- / 26,-
Day 2 : 23,- / 26,-
2-Days-Tickets: 40,-
Tickets available at:
ARENA
JugendInfo Wien
Ö-Ticket
Samstag, 26. März 2011
Next WORTNIK-LESUNG

Yeah, springtime is coming
and so I am humming.
Yes, that sounds like a good rhyme and of course I will tell you what I am humming.
My mouth forms the melody of one of my old favourite songs, "Rites of spring". No, not that old First-Emo-band of the Dischord-context, but a tribute title from austrians long forgtten Punk-Heroes TARGET FO DEMAND.
Beside of that announcement of humming, I'd like to recommend you the next date of WORTNIK-Lecture at Sputnik-Kino (check out www.sputnik-kino.com).
It will take place on
Wed., March, 30th, 2011
and here are a few guests we have this time:
Gary Flanell (Renfield-Fanzine)***
Der Fette Mann (from DER FETTE MANN & DJ Tulpe)***
musical support: TRIKE (Electropop/CAN)***
Start 8.30
@ Sputnik-Cinema, Höfe am Südstern, Hasenheide 54, 10976 Berlin (U7, U-Bhf Südstern)
FREE ENTRY! (but donations are welcome)
GUEST READERS ARE WELCOME (and will get 100 Dollars, ye ye)
Enjoy your weekend,
Gary F.
Sonntag, 27. Februar 2011
Ella Chord & Gary Flanell - live!

Yeah, they do it again! Ella & Gary will once again open their pretty casket of charming covers for an interested audience.
Didi I say "charming covers"? Yes that's what they play in their own way.
One man, one guitar, one woman, one voice - and their interpretation of songs from Johnny Cash, the Mighty mighty Bosstones, Shelter, They might be giants, Alice Cooper, The Specials, Billy Bragg and many more.
So, don't miss these two well-dressed musicians at their upcoming gig next saturday:
Ella Chord & Gary Flanell - live!
05.03.2011
@ ZÁtopek, Niemetzstr. 24, 12055 Berlin-Neukölln (S-Bhf Sonnenallee)
10 o'clock p.M.
FREE ENTRY!!!
Samstag, 5. Februar 2011
WORTNIK - 2nd round in 2011

Dear friends,
believe me, it was not that easy to turn off the automatic hindi transcription in the headline (for all who don't know what I am talking about - have a look at the last blog) - but it worked!
Ok, I don't have anything against the beautiful hindi language, but honestly, I don't believe that somebody in middle-east will follow the dates of the cozy WORTNIK-reading, that now got its fixed place in cultural schedule of Sputnik-Kino(www.sputnik-kino.com), every month.
But I know: YOU do!
All of you!
All of you faithful souls reading this Blog of the Renfield-Zine (hopefully we will get a real homepage in 2011)every month, being eager to get the new date of the mighty mighty WORTNIK-READING at Sputnik-Cinema.
So take these brand-new and migty informations and spread them into the world!
NEXT WORTNIK-Reading with
mighty Don Chrischan (Pankerknacker-Zine, Weltraumschrott)
mighty David Visconte (Schlammrock-Zine)
mighty Andreas Monning
mighty Leovinus
and mighty mighty more...
mighty musical support: Gerrit Meijer (guitarist from PVC, Berlins first Punkband ever, www.myspace.com/pvcoffiziellebandseite)
23.02.2011
8.30 pm
Sputnik-Kino, Hasenheide 54, Höfe am Südstern, 10967 Berlin
Mittwoch, 5. Januar 2011
हैप्पी न्यू हा हप्येअर

Alright Folks!
The first line might be cryptic,but actually I hope you all had a good start into 2011!
So I just would like to add that the little funny WORTNIK-readings will continue, of course.
Next WORTNIK-Lesung at Sputnik-Kino, berlin will take place at
January, 26th, 2011, 8.30 p.m.
with: Gary Flanell (Renfield-Zine), Don Chrischan (Weltraumschrott), Oda Konopka u.a.
musical support: Laura Bean (Runaway brides) & Co.
Entry: 3 €, Students and jobless compadres donate what they like.
Montag, 13. Dezember 2010

RENFIELD No. 22,5 - special issue: LOST IN THE SÜPERMARKUT!
1st Lecture on Fr. 17th, 5-7.30 p.m. at
Marheinekehalle, Marheinekeplatz, Berlin-Kreuzberg
feat.:
Don Chrischan (Pankerknacker-Zine, Weltraumschrott)
Niki Matita (SubCult, Zentrale Randlage)
Gary Flanell (Renfield-Zine)
Kurt Helm
Leovinus
FREE ENTRIE! Good music! Happy People! Unbelievable! Almost like X-mas!
Cheers says
Gary F.
Mittwoch, 1. Dezember 2010

RENFIELD No. 22,5: Lost in the Süpermarkut
coming soon! Yes it is really true, all consumers dreams become real within a few weeks!
Renfield-Zine No. 22,5 contains 52 pages with short stories, columns and comics with lots of (un)useful knowledge and stories about life, love, music and insanity in the centre of our our daily lifes - the Supermarket.
feat. Don Chrischan (Pankerknacker-Zine, Weltraumschrott), Maurice Summen (Staatsakt, Die Türen), Joachim Hiller (Ox-Fanzine), Gary Flanell (Renfield-Zine) and many more.
Be prepared!
Donnerstag, 11. November 2010

NEXT STOP: WORTNIK!
That's right, Folks! Wortnik-Lesung (you might call it a lecture) goes into its 3rd round. Totally amazing, it is exactly one month before chrismas eve. This is reeeeally craaazy!
But don't be afraid, we won't bore you with lame x-mas stories about red noses, cookies, happy families, mountains of presents under a dead tree and stuff like that.
Perhaps we present only those x-mas stories, in which the reindeers are slaughtered and resurrect as bloody, pitiless, dispiteous Zombie-Animals and eat the brains of Santa Claus, the holy family and the three kings that got lost on a cradle in a barn somewhere in the desert - who knows?
Ok, we stop this palaver palaver right now, here are the really infos to our cozy little reading.
Wortnik - eine Mittwochslesung im Sputnik-Kino
24.11.2010 ab 20:30 Uhr
u.a. mit Don Chrischan (Weltraumschrott, Pankerknacker) *** Zoschke (the mighty voice of Anne Tanke) *** David Visconte (Schlammrock-Zine) *** Claudius (Trickster) *** Gary Flanell u.a.
musikalische Begleitung: Marco Stahl (Sternenlaub)
Eintritt: 3 €, Studenten/Arbeitslose/Hartz4-Ehrenbürger zahlen eine Spende
Dienstag, 26. Oktober 2010
WORTNIKLESUNG 27.10. 2010

Dear Kosmo-, Astro-, and Taikonautics!
Der kleine Lese-Bühnen-Satellit WORTNIK hat seine vorläufige Umlaufbahn erreicht und wird jetzt in vierwöchigem Turnus, jeweils am letzten Mittwoch des Monats, aus dem SPUTNIK-Kino in Kreuzberg, die Antennen ausfahren und seine Botschaften ins All, in die Erdatmosphäre und alle Mikrokosmen in den Gehörgängen der Zuhörenden verbreiten.
Für den Oktober heißt das:
Die nächste WORTNIK-Lesung findet am
Mittwoch, dem 27.10.2010 statt.
Mit dabei sind diesmal:
Don Chrischan (Pankerknacker, Weltraumschrott, Italien)
Zoschke (the mighty Voice of Anne Tanke)
Dave Visconte (Schlammrock-Zine)
Gary Flanell (Renfield-Zine)
Alfred Hackepeter (Google-Lyrik)
Sabrina Železný (Multicult.FM)
Musikalisch grüßen zwischendurch freundlich: The Say-Highs (. www.myspace.com/thesayhighs)
Eintritt: 3 Euro, Studenten/Arbeitslose/Hartz4-Empfänger zahlen was sie wollen.
DER EINTRITT GEHT DIESMAL KOMPLETT ANS ARCHIV DER JUGENDKULTUREN!
Ab 20 Uhr im
Sputnik-Kino,
Höfe am Südstern, (3. Hof, 5. Stock, super Ausblick)
Hasenheide 54
10967 Berlin
Freitag, 8. Oktober 2010
Renfield - Sonderheft No. 22,5 - Lost in the Süpermarkut

Renfield-Fanzine No. 22,5
Special issue
Lost in the Süpermarkut - Writers still wanted!
Spätestens seit Theo Albrecht den Weg ins ewige Warenlager angetreten hat, war im Renfield-Hauptquartier klar, daß es mal wieder Zeit für ein Themenheft wäre.
Die zweite Renfield-Sonderausgabe steht somit an und das Thema ist eins, das nicht weniger alltäglich sein könnte, aber somit auch jeden von uns betrifft:
Das Leben, das Leid, der alltägliche und nicht alltägliche Wahnsinn im Supermarkt.
Egal ob Plus, Netto, Aldi, Penny, beim Kaiser oder total Real – jeden Tag verwenden wir einen nicht unerheblichen Zeitraum dafür, Gitterwägen oder Pappkisten durch gut gefüllte Regalreihen zu transportieren, mit Waren des täglichen Bedarfs zu füllen und dafür am Ende der Schlange Geld zu bezahlen. Um alles, was innerhalb des Supermarktes und drumherum passiert, soll es im Renfield-Themenheft No. 22,5 gehen.
Darüber kann wahrscheinlich jeder ein Lied singen, wir aber suchen die Leute, die ihre kleine Supermarkt-Story zum RENFIELD No. 22,5 beitragen wollen.
Die Form ist dabei frei wählbar – ob Kurzgeschichte, Kolumne, Comic, Gedicht, Kritik, Märchen, Interview oder Fabel, alles ist erlaubt.
Auch thematisch darf es – abgesehen von dem Oberbegriff Supermarkt – weitgefächert sein. Horrorstories in der Schlange an der Kasse, kritische Rezensionen von Milchtüten oder Kekspackungen, Oden an die liebliche Kassiererin, ein fachlicher Überblick zur Verwendung des Supermarkts im popkulturellen Kontext, erotische Fantasien an der Fleischtheke, Erfahrungsberichte vom Arbeitsplatz zwischen Brotregal und Zigarettensortiment, Träume vom perfekten Ladendiebstahl oder utopisch-futuristische Beschreibungen des Supermarkts im Jahr 2237 – you got the idea, so do it!
Die Textlänge sollte zwischen 0,5 Seiten (ca. 2000 Zeichen) und max. 3 Seiten (12000 Zeichen) liegen.
Deadline: 15.Oktober 2010
So this is the very last call!
Textvorschläge, alle supertollen Ideen und weitere Fragen schickt ihr einfach per Mail an / for further questions send a mail to:
renfield-fanzine@hotmail.de
Stichwort „Lost in the SÜPERMARKUT”
Mit besten Grüßen vom Pfandautomat,
Gary Flanell
Montag, 6. September 2010

Renfield-Fanzine is proud to present...
WORTNIK - eine Mittwochslesung im Sputnik-Kino!
Worte + Sputnik = WORTNIK. Eigentlich ist alles ganz einfach. Es geht also um Worte, die in Berlins höchster und wohl auch gemütlichster Filmvorführstätte, dem Sputnik-Kino in Kreuzberg, gelesen werden.
In der Mitte einer Woche im gefühlten Herbst oder gedachten Spätsommer präsentiert das Renfield-Zine, das Fachorgan für Krims&Krams&Rock’n’Roll, eine Lesung allererster Güte. Allerdings nicht im Kulturkaufhaus oder im Vereinskeller, sondern…im Kino!
Statt laufender Bilder gibt es also lesende Menschen. „Das ist ja verrückt!“ dachten sich Renfield-Mann und Sputnik-Frau und haben den Plan sogleich gemeinsam in die Tat umgesetzt.
Die ganz geheimen, aber brillanten Undergroundliteraten Berlins präsentieren dabei ihre besten Texte. Teilweise kennt man sie schon vom Poetry Island im Trickster am Schlesischen Tor, teilweise gehören sie zum wohlduftenden Dunstkreis des Renfield-Fanzines. Erfahrene Charaktere auf den liebevoll organisierten Alternativ- und Kleinlesebühnen dieser Stadt sind sie alle. So einfach kann das alles sein.
Mit dabei sind:
Houssam (Nachtfalter/Trickster)
Don Chrischan (Weltraumschrott)
Zschoschke (Anne Tanke)
Niki Matita (Renfield-Zine/Zentrale Randlage) u.a.
Die musikalische Luftunterstützung liefert das Duo Gary Flanell & Ella Chord mit einem Sack voller charmanter Coverversionen von Johnny Cash über Billy Bragg bis zu den Get-Up Kids.
Eintritt: 3€ / Spende ( Hartz 4, Arbeitslose, RentnerInnen und Studierende geben eine Spende bzw. soviel sie können/wollen)
Find more Infos about the location and of the most coziest cinemas in Berlin here:
www.sputnik-kino.com
Dienstag, 24. August 2010
New Renfield-Zine out now! Let's call it No. 22

Actually, I can't say anything more than the headline. Sorry for that, folks.
Ok, I'll tell you a bit more. In July we got the really amazing Release-Party ofRenfield No. 22. It was our first time in Schokoladen in Berlin-Mitte, and I was surprised how good everything worked out there. Thanks a lot to Ralf who took care of really everything around the evening. And as I got some strange experiences on self-organized gigs, I appreciate this much more. Hope we will do it next time again there.
Although we got a smaller line-up than last years party, the whole event got the same energy. One of the things I recognized from our West Germany party was definitely this: You don't need 5 bands on one evening, when the last one just plays for an audience of five exhausted und drunk people.
So we got three bands this time. Still enough to watch and celebrate. Is there actually the same old speech in english like in german? This "Less is more"-Thing? Whatever. You understand it.
So we got three bands and I can say , at least two of them rocked like hell. I don't want to talk too much about Gary Flanell & Ella Chord. How should I judge my own gig, ha? For an opening act as a a warm-up for the following bands, it was good for Ella and me to start with some cover versions from Billy Bragg to Shelter to Johnny Cash to the Get Up-Kids and of course our one and only self-written No.1-Hit "Cats sleep everywhere". Just Ellas amazing voice and me strumming some chords was fun for us and hopefully the audience, too. I really liked the sound of the Black Mastermind Amp. Hope I can find a similar one on following gigs.
Second band were Black Mastermind from Jena. Before I booked them I just got a Live-Bootleg-CD, the Sound was not that good, but I relieved on the recommendation of Susan (who did a very good press job, thanks for that and welcome to the Renfield-Crew) of this band from her hometown and I have to say: Holy shit, really good, loud and energy-driven band. If you name your band after a Monster-Magnet-Song there have to be some Stoner-Influences and of course there were some. Did I say some? No, a lot! Thanks to you guys!
Actually this was the evening of the 3- or- 2-man/woman-bands. That shows, that you don't need a whole orchestra to make a good gig. X.o.X. are the best example for that. 3 guys, all eager to play loud, simple but fast Punkrock with the pronunciation on R.O.C.K. 3 guys, that's all and that's enough and all songs played straight to the point. No need for a 2nd guitarist or a simple singer. It is so concentrated and that's the point. If you want more people on stage, go and watch the Fischer Choir. This is not a rock opera. I always compare them to Danko Jones and I will do it again. But, I hope Danko will forgive me, these guys are better. Uh, lots of stuff to discuss. I saw them a few weeks later in K17, when they were playing at 8 o'clock in the evening (unbelievable) for 20 people, but the gig at the Schokoladen was a million years better. Perhaps these guys deploy their real energy just in small places with a mximum audience of a hundred people. I will observe this.
So, let's draw the conclusion: The birthparty for Renfield-Fanzine No.22 was a good one. Hopefully, there will be many more.
Let's now have a look, what's inside of our new Zine.
We got Interview with
- Jochen Wagner, one of the trustees of the Berlin Porn Film festival
- La ira de dios (great psychedelic punk in the line of Stooges, MC5, Mudhoney from Lima, Peru)
- a feature of israelic Industrial/Noise/Hardcore/Label Heart and Crossbone rec. from Tel Aviv
- DYSE (there has to be a Metal umlaut on the Y, this is even something you won't find in Germany), one of the most interesting german Noise-bands
- 2nd part of the Interview with Gerrit from PVC
- a report about Heavy Load - Englands best Punkrockband with handicapped people
- SeiltänzerTrauma - charming Lo-Fi-Country-Garage-Trash from Southwest germany. If Billy Childish would have grown up in Rhineland-Palatinate, he would sound like this.
- E-Aldi - when a punk starts to make electronic music, he's still a punk. So E-Aldi does. On his 7th (!) album, E-Album pays tribute to one of the most famous german Punkbands ever and covers the complete "Alle gegen Alle"-Lp of SLIME - completely in an electronic trashy sound. What would fit better to the Renfield-Zine.
So that's it for the music part. Beside of this we also got lots of short stories, columns, poems, record reviews on this 64 sides of the "Fachorgan of Krims&Krams& Rock'n'Roll".
If you 'd like to get your personal issue of Renfield No. 22, just write a short mail to renfield-fanzine@hotmail.de and we will make out what has to be made out.
Cheers,
Gary F.
Samstag, 12. Juni 2010
Line-Up for the Renfield-Fest complete!!!

Yes, I know, everyone of you soccer-zombies out there has only one more thought in his brain for the next week. I think you even have to remind yourself of breathing because every minute is filled with soccer, football, Fußbal, fussek, Vuvuzela drone metal and goals, goals, goals.
Actually I like the soccer championship more than daily Bundesliga-life, but the second day of it has just started and I am already a bit exhausted. Exhausted of the flood of places that offer their public viewing. THEY ARE EVERYWHERE! And despite of this, we never know where to watch a game. Are unable to make a decision for one location. I think I won't sit down anywhere, but just walking from one pub to the next, always catching one look to the results. Will I miss something? No,I don't think so. My soccer championship happens on the streets, I guess.
Even if is the WM is in Güney Afrika, you get the impression it happens again right here and right now.
And if I meet one other person that says: "Uh, this Vuvuzelasund is soooo annoying, I really can't stand it anymore, blabla" - then I will play a whole RIchard-Wagner-Opera onyl with Vuvuzela-instrumentation directly in his or her ear and stick the thing after it to hisass. Or her ass. I am equal to all genders. Don't want to hear anymore rants about Vuvuzela-tooo-lod here and Vuvuzela-destroys-the-party-atmosphere-there-blabla. "Et is wie et is" (It is like it is) - one of the basic laws in Cologne, is still valid. And at the moment it is loud. and humming. In south africa, on your TV, at the Championship. That's the way the cookie crumbles. These Vuvuzela are more Grindcore than Napalm death. Great shit, really. Accept it.
Ok, now for the REALLY good news: We got the final line-up for the Renfield-Fest on 23rd of July at Schokoladen in Berlin!
Aditional to those hard-rockin'guys of X.o.X.
we got Jena's one and only Punkrock-heroes BLACK MASTERMIND, whose drummer Sven some of you mighgt know from the legendary Surf-Aces LOS BANDITOS.
But you should never start a good party without a small aperitif and in case of the RENFIELD-Fanzine it means, that GARY FLANELL & the amazing ELLA CHORD will open the evening with a small bunch of charming covers, only performed with Guitar and voice.And of course you can get the No.22 of Renfield-Fanzine at our party for the first time!
So, that's it. Just half an hour till the next Vuvuzela-Synphony. So I have to stop here, find a bar with a big screen and nice waitresses. Who's actually playing?
Ah, doesn't matter.
See you on July 23rd,
Gary F.
Donnerstag, 13. Mai 2010
RENFIELD NO22: RELEASE-PARTY, NEW DATE!

Heeeey Hoooo,
let's see what's going on. We got a public holiday, some call it Herrentag, some call it Männertag (which means actually the same) and some call it Vatertag - which is slightly different from Herren/Männertag.
But all that matters is the fact that it is a free day surrounden by a bunch of a gauntly normal working week. But let's just enjoy a free day, we all deserved so much.
So I am verry happy to announce the new date for the next RENFIELD-Party.
Renfield No. 22 is supposed to be released on July 23rd. Of Course we will celebrate this again with a good and excesive party.
Fortunately, the SCHOKOLADEN offered us a good date for the party and so we'll do it again on Jule 23rd at the Schokoladen.
IMPORTANT Note!RENFIELD-FEST is NOT, as announced so far - on the 24th, but REALLY REALLY on the 23rd of July.
No Renfield-Party without good live music - and so we are proud like shit to announce that the fabulous Rockers of X.O.X. will play at the RENFIELD-Fest! Check ou their Myspace-Page: www.myspace.com/xoxgermany
Of course there will be more live music, more infos about coming soon, so check this blog regularly!
Sail on (till the 23rd of July),
Gary F.
Mittwoch, 21. April 2010
Sonntag, 22. November 2009
Pictures of the Renfield-Fest
The 25th of Septmember in the year 2009 was a remarkable one - as we celebrated a new issue of the Renfield-Fanzine - if I didn't had to do lots of administrative things referring to the Fachorgan of Krims&Krams&Rock'n'Roll, this entry would have been done much earlier. But there were another important event in RENFIELD - History just a few days ago: The first lecture of Renfield-Stories ever took place in Nov.20th 2009 @ DAS LABOR
Together with Matt Grau and Katharina Lippert it was a great evening with lots of good trash and Rock'n'Roll (Ella Chord and the amazing Elle Chord were playing their 2nd gig ever!) in this amazing place, that I'd like to call a biotope of art and good, cozy strangeness.
Before loading up some pictures of the lecture, here are some photos of the bands that played at the RENFIELD-Party @ WEST GERMANY , Skalitzer Str.133, Kreuzberg: UGLY IGLU, THE DOLPHINS, KUNSTKACKE SOUNDSYSTEM,TILL THE MORNINGLIGHT & THE HOT BAND and PVC (the very special guests). Ah, and a hint for the unknown letter-writer on myspace: WEST GERMANY is the Name of the club, not an emphasis of old, useless distinctions between Ost-, West- and Rest-Berlin.
Freitag, 17. Juli 2009

Yeah, it is almost incredible!RENFIELD-ZINE No. 21 is going to be released soon and we will celebrate this with another finde concert. So, face the facts below and come around!
25.09.2009: RENFIELD No.21-RELEASE-PARTY
im WEST GERMANY, SKALITZER STRAßE 133, Kreuzberg
feat.
THE DOLPHINS
+ UGLY IGLU
+ TILL THE MORNINGLIGHT & THE HOT BAND
+ KUNSTKACKE SOUNDSYSTEM
+ special guest
Montag, 18. Mai 2009
Reviews No. 18 (Part 1)

Ladies and Gentlemen, we are now reaching Renfield No. 18. Please fasten your seatbelts for this realy terrific example of Fanzinazation of the beginning 21st century. In this timeless issue of RENFIELD-Zine we got , as usual, a big number of hotch and potch (what sounds in my ears like the name of a famous comedy duo. Hotch could be a bis angry man who is always making funny things to his partner Potch, the one who is a bit dumb. Ah forget it til you meet these two guys on TV in 20 years). Back to Renfield No. 18 and what's in it. Different sounding Bands like KINA, KINSKI, THE TWANG (In this case: The kings of Countrification, not the Britpopband), THE SUZAN, ROCKASS are featured and there is also a very good Interview with amazing Xenia, who managed a cozy club in Berlin called ZENTRALE RANDLAGE. If you are in Berlin and see a set of a DJane called Minimatika, do not hesitate to go there.
There were quite a a lot of short stories in this issue and a real good cover, in case you ever wanted to know what really happened to little Maddie...
Anti-Everything – # 6666666 (+/- eine 6 mehr)
Frontkick – The cause of the rebel – CD
Ich hoffe, Frontkick kommen nicht auf die Idee, mit ihrem dritten Album beim Patentamt aufzutauchen und die Erfindung eines völlig neuen Musikstils für sich zu reklamieren. Der zuständige Sachbearbeiter würde dann eventuell die übervolle Schublade mit der Aufschrift „Streetpunk, Punkrock und Artverwandtes“ aufziehen und den Jungs eine gute Zukunft wünschen. Das ist aber nun kein richtiger Grund zur Kritik. Die Jungs wollen vielleicht gar nicht das Punkrock-Rad neu erfinden, aber das verlangt ja auch keiner. „Cause of the rebel“ hat alles, was man sich unter einer richtig guten Punkrockplatte vorstellt. Diese Platte ist so perfekter Streetpunkrock, da wächst einem beim Hören der Tigerfellkragen von selbst aus der Jacke. Gute Melodien, quasi schon oft im hymnischen Bereich, gute Refrains zum Mitsingen, eine gute, knackige Produktion und wahrscheinlich auch Texte, die weit über dem Durchschnitt sind. Das alles zusammengebastelt im gleichen Terrain, auf dem auch die Voice of a Generation, Bones, Cock Sparrer unterwegs sind. Im Vergleich zu den Massen von Punkrockbands, die das gleiche Ding machen, sind Frontkick allerdings zehnmal einfallsreicher, auch was die Lyrics besser. (People like you Rec, www.peoplelikeyou.de )
Die Broilers – Vanitas
Himmel, was ist denn das? 10 Jahre tun die Broilers jetzt schon rum und sind in Oi/Streetpunkkreisen bestimmt schon kultverdächtig. Aber ich frage mich warum, wenn ich mir diese Platte anhöre. Die Musik mag ja gerade noch ok sein – Oi/Punk halt, hier mal mit Ska liebäugelnd, da mal ein bisschen traditioneller, alles insgesamt schon ok. Wenn nicht dieser Gesang und diese bräsigen Texte wären. Macht man das jetzt so in Düsseldorf? Ist das jetzt so richtig Punk am Rhein? Wen habt ihr da ausgegraben? Hans Hartz? Mathias Reim? Eine tote Robbe? Das ist so ekelhaft schleimig –schlagerhaft, dazu noch bierernst, daß ich vor lauter Betroffenheit nur noch Heinrich-Böll-Gedichte zitieren kann. Vielleicht isses wirklich was für Paul Konservo aus einer Subkultur, die noch was auf feste Werte gibt, für mich jedenfalls nicht. Putting Dagegensein out of Oi/Punk/Wasauchimmer… (People like you Rec.)
The Twang – Twang’em high
“Diese Stadt ist nicht groß genug für uns beide” könnte BOSS HOSS knurren, wenn er an einem heißen Mittag auf der Hauptstraße von Countrification City der TWANG Gang zum Duell gegenüberstehen würde. Wer würde Sieger sein? Wäre das überhaupt ein Duell auf Augenhöhe? Eher nicht, denn die Twangie Boys haben schon einige Jahre mehr als erfahrene Country-Cover-Hitband in der Satteltasche, neun um genau zu sein. In der Zeit haben die Braunschweiger sich auf diversen Countrybühnen im Land rumgetrieben und drei Platten rausgebracht, auf denen sie alles und jeden, der ihnen in Form von zeitgenössischen Hits und Klassikern gegenüber tritt, in eine ihnen passend erscheinende Countryform gestopft. Bei dem Konzept bleibt es auch auf „Twang’em High“ und vorrausgesetzt, daß man bei bei reinen Coverbands nicht gleich rote Pocken und Atemnot kriegt, funzt das sehr gut. Klar, einige Songs erkennt man recht schnell wieder – „Fight for your right“ ist und bleibt auch mit Fiedel und Stompbeat ein Klassiker – aber bei anderen muss man THE TWANG hoch anrechnen, daß sie daraus sehr eigene gute Versionen machen können. Der Turbonegers Hit „Get it on“ mutiert mit Frauengesang so luftig, daß er fast wie Lou Reed klingt und auch das im Original unausstehlich tuntige Gnarls-Barkley-Discomonster „Crazy“ klingt nach der Twangbearbeitung so dunkel, daß ich dachte, Calexico oder Nick Cave hätten da ihre Finger im Spiel. Gibt zwar auch den ein oder anderen Stinker bei den14 Songs, aber besser als die HOSS-Hengste gefallen mir Hank Twang und seine Kollegen allemal. (www.twang.de)
The Suzan – Suzan Galaxy
Um mal Mißverständnisse sofort auszuräumen: THE SUZAN ist nicht eine junge Frau, sondern gleich vier. Vier junge Japanerinnen, die zwar so klein sind, daß sie alle zusammen auf dem Rücksitz eines Opel Kadett Kombis Platz finden (samt Instrumenten – ich hab’s gesehen). Aber klein sein heißt nicht gleich niedliche harmlose Musik machen, zumindest nicht bei den vier Susen. Die sehen zwar nicht so aus, geben aber auf SUZAN GALAXY ein geil trashiges GaragenPunkdebut ab. Vor zwei Jahren ist mir bei einem gemeinsamen, fast legendären Gig in Leipzig – wer es in der Gießerstraße gesehen hat, wird es wohl nicht vergessen haben, wie sächsische Punks vor Begeisterung die Sängerin von der Bühne geklaut haben – die erste Single von THE SUZAN in die Finger gekommen. Im Vergleich dazu ist SUZAN GALAXY um einiges rauher geworden, der Sound ist immer noch Lichtjahre von einem dem Wort „Sauber“ entfernt, dazu kommt diese tiefe Stimme von Miyuki. Daß sie allerdings auch etwas anders können, merkt man dann bei den melancholischen Klavierstücken am Ende der Platte, was dem ganzen die nötige Abwechslung verschafft. Das SUZAN Universum ist natürlich ein sehr comicmäßiges – wie so oft bei japanischen Bands ist alles knallebunt, und macht auf alle Fälle Spaß. Das könnten definitiv die unehelichen Töchter von SHONEN KNIFE und den 5.6.7.8.s sein, Holly Golightly darf man sich hier als Großtante vorstellen und die GOOD HEART BOUTIQUE als perfekte Sandkastenfreundinnen. Schicke-a-di-schick!
Little Cow -I'm in Love with Every Lady
Kleine Kühe, die alle Frauen lieben. Mal rockig, mal walzig, mal Ungarisch, mal Englisch, mal akustisch, mal elektrisch mit 90er Jahre Grunge Sound - dafür aber mit Drive! Stilistisch schwer einzuordnen rockt die ungarische Gruppe "Little Cow" mit ihrem Album "I'm in Love with Every Lady". Angeführt von Laci Kollars heller Stimme wechseln sich in Liedern wie dem erwähnten Titellied sanfte Partien mit einem Feuerwerk von Instrumenten (u.a. Akkordeon, Bläser, Streicher, Gitarre, Bass, Schlagzeug und Perkussion) ab. Oder ein Streichquartett begleitet im sanften 6/8 Takt im Lied "The Chocky is Melting". Oder leichter Skarhythmus mit Blechbläsern neben arpeggierten Stahlseitengitarre in "Ne EngeDJ El Sohasem", oder ein Kinderchor, oder, oder... Die Band beschreibt die Musik einfach als kultureller Hochzeitssound! Die 2005 gegründete Band hatte im selben Jahr einen Riesenerfolg in Ungarn mit "Cyber Boy", der zweite Track auf dem Album - ein sich immer weiter steigerndes Lied, bei dem der Refrain durch seine Abwesenheit glänzt. Anfang 2006 vom Berliner Label Eastblok Music entdeckt nahm "Little Cow" mit Moe Jaksch von den 17 Hippies als Producer das Album im Laufe des Jahres auf. Am 23. Februar 2007 durfte die kleine Kuh mit 15 Liedern und zwei Bonus Videos endlich auf die Musikweide raus. Passend zum Stilgemisch des Albums ist auch das aufwendig gemachte Digipack mit ausfaltbaren Plakat. Für mich lebt das Album davon, dass die Lieder im Kontrast zu den Vorherigen stehen und das Hören somit immer mit Überraschungen verbunden ist. Ausserdem ist es schön, Musik zu hören, wo die Band sich traut, Stimmen und Instrumente wegzukürzen, um damit Spannung und neue Texturen aufzubauen (wie das Gesang - Hi-Hat Solo in "Feri Took My Blazer"). Damit dürften die kleinen Kühe mit diesem Album viele Fans anziehen! (www.eastblok.de, www.littlecow.de) (David-Emil)
The Generators – Welcome to the end
Wie, schon wieder 10 Jahre rum? Wo zur Hölle ist die Zeit geblieben? Mal wieder ein Moment um Rückschau zu halten? Kommt mir vor, als, wär’s gestern gewesen, daß Basti die Generatorsplatte rauf und runter gehört hat und mich damit fast angesteckt hat. „City of Angels“ war schon damals der Megahit, sommers wie winters, auf dem Feld und in der Kneipe, am Pool oder im Büro. Ein Song wie ein 24-Stunden-Deo. Funktioniert immer. jetzt wird also die erste Generatorsplatte wiederveröffentlicht, m natürlich immer noch von Peoplelikeyou Rec., die ja mittlerweile auch ihren festen Platz im Punkrockbusiness haben. Eigentlich ist dem nicht mehr viel hinzuzufügen, die Platte ist immer noch ein Hammer, jetzt wo ich sie wieder mal öfters gehört hab, eigentlich umso mehr. Von „Yankee boy“ zu „Plastic roses“, zu „Voices in the night“ knallen die Songs immer noch und das ist eigentlich, das, was mich total verwirrt. 10 Jahre und keine Abnutzungserscheinungen, sollten wir es hier mit einem Klassiker zu tun haben? Vielleicht sind 10 Jahre noch nicht weit weg genug, um das richtig einzuschätzen, aber in noch mal 10 Jahren wird diese Platte bestimmt neben diversen Turbonegro-Platten ein Meilenstein von dem sein, was Punkrock Ende der 90er bedeutete. Zumindest haben die 10 Jahre mich zu der Erkenntnis gebracht, daß der Generators-Sänger original wie der von der 80er-Jahre One-hit-Wonderband „Men without hats“ klingt – ihr wisst bescheid, das waren die mit „Safety dance“.(People like you rec.)
Inside Artzine No.11
Fanzine machen an sich ist schon recht einfach, besonders in seiner Urform. Schreib ein paar Sachen auf, kopier das Ganze, mach ein paar Interviews, fertig ist der Lack. Zines, die sich selber mehr im künstlerischen Bereich sehen, haben da vielleicht einen anderen Anspruch. Vor ein paar Jahren gab es eine Reihe von ambitionierten Comiczines der Reihe Artcore – die quasi den Brückenschlag zwischen normalen Fanzine und Underground-Comic-Magazin schlagen wollten. Aber gerade wenn man viele künstlerische und graphische Ideen (und da zu zähl ich mal Comics) umsetzen will, wird man recht schnell feststellen, daß man mit dem üblichen Kopierding nicht weit kommt. Wer so ein Heft machen will, muss es schon drucken lassen, soviel Anspruch sollte schon sein, das haben zumindest die Artcore-Leute gemacht. Ich denke allerdings, daß dann auch ein finanzieller Aufwand reinkommt, der dich dazubringt, daß dein Heft sich irgendwann tragen MUSS, damit es weitergehen kann. Denn zurück zum Kopierer geht es nicht. Was das jetzt mit dem Inside-Zine zu tun hat? Na ja, recht einfach, von der Rangehensweise erinnert es mich recht stark an die Artcore-Sachen, nur mit dem Unterschied, daß das Inside professioneller rüberkommt. Sind zwar „nur“ 40 Seiten, aber die sind richtig geil gestaltet, auf A4, dazu farbig gedruckt, (scheint das richtige Format für diese Art von Heft zu sein), mit Graphiken von internationalen Künstlern, die irgendwie alle dem Splatter/Gore/Horror/Surrealismus-Bereich entstammen. Sieht aus, als hätten da ein paar Leute ihre Albträume fachgerecht in Bilder umgesetzt. Selbst die wenigen, in englisch gehaltenen Textbeiträge sind kleine Horrorkurzgeschichten (das Interview mit Michael Hutter zum Beispiel). Da lohnt dann auch der Preis von 4 Euro definitiv!
(Inside Artzine P.O.Box 2266, 54212 Trier, www.inside-artzine.de)
Primitivo No.1
Comics müssen allerdings nicht immer pompös gezeichnet sein damit sie gut sind, die minimalistischen Dinger können manchmal auch einiges, da zu muss man kein Comicexperte sein. Der erste Primitivoband von Johannes Rodenacker wurde mir von meinem Jamsession-Genossen Hannes zugespielt und handelt – ganz in schwarzweiß gehalten, von den Abenteuern des Professor Maug und seinen etwa seltsamen Freunden mit dem ganzen Arsenal menschlicher Macken. Da gibt’s Kokodine, die Freundin (und darüber hinaus ein Krokodil) des Profs, sein etwas dämlicher Student und Bandkollege Wessi, ein langohriger Köter und diverse andere schräge Gestalten, die alle einen mehr oder minder große Knall haben. Das ganze ist bewusst einfach gehalten, aber dadurch wirkt’s noch spontaner und geiler. Keine Ahnung, ob man das Heft in einem Comicladen bekommt, aber den Namen könnte man sich mal merken.
(Primitivo Kontakt: rodenacker@gmx.net)
Inferno – Pioneering Work, Jingo de Lunch – The independent Years
Meine Jugend ist zuende, ist definitiv Geschichte. Das merke ich daran, daß jetzt gleich zwei Retrospektiven von Bands rausgekommen sind, die ich ohne Zögern zu meinen ersten Lieblings-Hardcore/Punkbands zähle. Bands, bei denen ich ohne Rotwerden die Floskel aus der Hüfte schieße: Damit bin ich großgeworden. Inferno, mit denen fang ich mal an, war die erste Band, deren Schriftzug ich mir auf die Schultasche gekritzelt habe (allerdings dicht gefolgt von den Boskops und Ausbruch, das war wohl der Einfluss von den Hardcore/Schlachtrufe-Samplern aus dem Hause Mülleimer). Natürlich gab’s im Laufe der Jahre ne Menge anderer Bands, aber Inferno waren nun mal die ersten, die so richtig cool waren. Eigentlich war’s immer Chaos und Krach, aber geil. Ganz eitel könnte ich auch sagen: Ich brauch diese Doppel-CD nicht, hab ich eh alles auf Vinyl, aber als etwas fauler Sack bin ich natürlich dankbar, daß Archie (Inferno-Gitarrist, hinterher bei der Terrorgruppe und immer noch als Produzent unterwegs) diese Compilation zusammengestellt hat, auf der sich – bis auf drei Songs, bei denen es wohl mit der Rechtefreigabe nicht so geklappt hat – ALLE Studio-Alben, Samplerbeiträge und EPs befinden, die jemals unter dem Namen Inferno rausgekommen sind. Da kann man sich am Stück noch mal durch seine Hardcorepunkjugend switchen und das Booklet erzählt einem dazu alles zur Bandgeschichte, was man noch nie wusste. Von den ganz kurzen Brausekrachern der „Tod&-Wahnsinn“-Phase über die etwas ausgefeilteren Sachen von „Hibakusha“ bis zur „It should be your problem“-LP (die ich dann ziemlich schlapp fand) ist alles da. Vielleicht sitze ich irgendwann im Altersheim und mein Zivi beschwert sich, weil ich immer nur so einen Scheiß höre. Der Scheiß könnte dann Inferno sein. Perfekte Zusammenstellung.
So, Jugend. Geschichte, zweiter Teil. Jingo de Lunch. Zwar ein bisschen später als Inferno, aber trotzdem untrennbar damit verbunden. So richtig erst ab „Growing Pains“ (in der Coverversion noch besser als das nahezu unbekannte Original von Upset Noise), das Anfang der 90er von jedem, der irgendwas mit Punk oder Metal anfangen konnte, rauf und runter gedudelt wurde. Die Best of, die jetzt rausgekommen ist, konzentriert sich aber „nur“ auf die Hits, die auf den ersten drei LPs veröffentlicht wurden (die allerdings in einem Zeitraum von nur 15 Monaten, das mach erst mal einer!). Jetzt hör ich mir das an und frag mich: Wie wirkt das auf mich, Songs wie „Peace of mind“, oder großartigen Covers von den Bad Brains und Thin Lizzy, jetzt und heute? Wie alte Aufnahmen, von einer Zeit vor 15 Jahren, also nostalgisch und liebevoll rumpelig, aber hoffnungslos altmodisch? Out of time quasi, in Zeiten von 100erten Schubladen im Punkwandschrank? Seltsamerweise nicht. Im Vergleich zu Inferno, bei denen ich sagen würde, das hat nur in diese eine Zeit gepasst, klingen Jingo de lunch immer noch recht geil. Ok, es ist eine Mix aus Punk, Metal und Hardrock, den heute vielleicht keiner so machen würde, aber so ganz out of time klingt das auch heute nicht. Eigentlich haben auch Jingo de Lunch nur mit den drei Akkorden jongliert, die Songs klingen immer noch einfallsreicher als manche aktuelle Punkrockband, die einen auf dicke Hose macht. Fazit: Jugend vorbei, aber Jingo und Inferno gehen immer noch. Es stellt sich nur die Frage: Welche Band ist als nächstes dran mit Rückschau halten? Idiots? Boskops? Ausbruch? Memento Mori? (Inferno Pioneering work auf Destiny Rec., Jingo de Lunch auf Rookie Records)
Turbostaat – Vormann Leiss
Turbostaat an sich mag ich, wenn ich allerdings daran denke, diese Sympathie mit gutgelaunten Anfang-20er-Alternative-Kids teilen muss, deren Lieblingsband die Beatsteaks sind, möchte ich nie ein Konzert der Nordseeanrainer besuchen. Es wäre mir zu hip und das Publikum zu gut gelaunt. Wenn es irgendwo Menschen geben sollte, die über das Ende von Dackelblut trauern (und sich mit den neuen Projekten von Sänger Jens nicht anfreunden können, das dürften aber wenige sein), denen kann geholfen werden. Turbostaat zählen ja seit je her zu den guten Bands und das seit ein paar Jahren und der Grund waren die vorherigen zwei Platten. Vielleicht hab ich’s vorher nicht so gemerkt, aber war der Sänger schon immer so dackelblutig wie auf Vormann Leiss? Seltsam auf alle Fälle. Keine Ahnung, ob das Absicht ist oder liegt es an der geographischen Nähe? Singen alle norddeutschen Punk-Nicht-Punk-Sänger so? Alles andere ist übrigens nicht ganz so nah an Dackelblut, bleibt aber trotzdem gut. Daß ich das mit Absicht nicht mit Deutschpunk, Punkrock deutschsprachigem Punk, Alternative oder Emo benenne, hat den Grund, daß es Turbostaat nicht gerecht werden würde. Es ist irgendwas von allem, etwas, daß Turbostaat für gefühlte 100 Jahre in der Leser-Top10 von Visions, Ox und Uncle-Sallys halten wird. Irgendwas, daß die Zielgruppe dazubringt, nicht nur Geld im Vorverkauf fürs Beatsteakkonzert auszugeben, sondern auch für den Turbostaat. Ich nicht. Ich werde keine LeserTop10 bereichern und auch kein Konzert der beiden Bands besuchen. Ich sitz zuhause im abgedunkelten Zimmer und werde Vormann Leiss hören. Laut.
P.S.: Das absolut Größte an der ganzen Platte ist allerdings, daß Turbostaat-Trommler Peter im Infoschrieb „Handle me with care“ von der Now-Time-Delegation zu seinen Top-3-Songs zählt. Hat Recht, der Mann. Aber 100Pro! (auf Same same, but different, www.ssbd.de)
Chip Hanna & the Berlin Three
Samstagmorgen, halb elf, ich muss das Katzenklo saubermachen. Und einen Unfallbericht schreiben für einen Unfall, an dem ich keine Schuld trage. Keine schönen Aufgaben sowas, also muss man Musik auflegen, die die Laune dazu steigert. Keine Scheißmusik, bitte. Spontan fällt mir diese CD ein und es passt wie ein brauner Köttel in einen Berg von Streu. Chip Hanna ist eigentlich der US-Bombs-Trommler, kann aber auch Gitarre spielen. Allerdings ist er da von einem ganz anderen Musikstern beeinflusst, nämlich Country, Hillbilly und Rockabilly. Auch das Stile, die bei dem einen oder anderen Punkrocker mittlerweile auf Gegenliebe stoßen. Chips CD könnte das Interesse noch anfeuern, denn in knapp 31 Minuten werden hier 12 Stomper durchgebolzt, unterstützt wird das Ganze von den drei Berlinern mit dem Kontrabass (saßen aber nicht auf der Straße), Tex „Ich-hab-schon-in-jeder-Band-Gitarre-gespielt“ Morton, Valle (zupft auch den Mad-Sin-Bass) und Andi. Wer mehr auf die ruhigen schmalzigen Countrysachen steht, sollte hier schnell vorbei gehen, denn auch wenn hier nur Country/Billy-Kram geboten wird, allein die Geschwindigkeit ist immer noch Punkrock. Wer also noch lustlos ein Elefantenklo zu putzen hat, sollte als Stimmungsmacher unbedingt zu dem hier greifen. (People like you Rec.)
Deep Eynde – Bad Blood
Meine liebe Freundin Nela liebt Deep Eynde. Sie steht total auf dieses gruftige Gothic/Horrorpunk-Ding. Ich kann das nicht so ganz nachvollziehen, geh aber mit ihr immer gern in den Duncker zur 80er-JahreGrufti-Disco. Kaum bin ich aber im Duncker, fang ich an rumzumeckern. Ich kann nicht anders. Da wird demnächst auch bestimmt mal Deep Eynde gespielt. Horrorpunk – kaum zu glauben, daß aus dem Misfits-Image mal ein ganzes Genre werden konnte. Eigentlich bin ich ja eher dafür, nur total beschissene und langweilige Bands als Horrorpunk zu bezeichnen. Dann wären Deep Eynde nicht dabei. Zu den richtig guten Bands würde ich sie allerdings nach dieser Wertung auch nicht zählen. Es ist auch nach mehrmaligem Hören eine irgendwie nette, glatt produzierte Misfits-Kopie mit einem diffusen Hardrock-Einschlag. Da werden Songs mehr oder minder gleich schnell durch gerockt, es fehlen so die Spannungsmomente und unterscheiden kann man auch nichts. Insgesamt ist es doch etwas zu zahm und ungefähr so gruselig wie eine Geisterbahn auf dem Wiener Prater. Und das sollte eine Band, die sich gern als unheimlich gibt und ein Gothic/Horror-Image pflegt, nun wirklich nicht sein. (People like you rec.)
The Lo Fat-Orchestra – Canned Candies
Endlich mal einen Band mit Kalorienbewusstsein. Hier wird nicht von mega-FETTEM Sound gequatscht, sondern eben eher das fettfreie gepriesen, wenigstens im Namen. Bei der Musik ist es etwas schwieriger. Wie könnte man das nennen, was das LFO da fabriziert? Irgendwie erinnert es an alte minimalistische Wavebands, kommt vielleicht durch diesen schüchtern-monotonen Sänger, der slackermäßig rumnölt und die kühle Bontempi-Orgel. Dazu dieser Rhythmus, der nicht ganz gerade, aber funky durch die Songs taumelt, das hat schon wieder was von John Spencers Klamotten. Nehmen wir mal „Sweet soul music“. Schöner Titel zu einem großartigen Lied, aber das hier hat bei weitem nichts mit Soul Music zu tun, wie man sie kennt. Das hier ist eher ein verzweifelter, fast schon sarkastischer Aufschrei, durchaus als Liebeserklärung gemeint, aber nicht so bräsig vorgetragen, indem man genau diese Musik spielt, die man mag. Falls irgendeiner was mit dem Namen Pat Thomas anfangen kann, der sollte allein schon deshalb dieses Orchester anchecken, weil der Sänger ziemlich genauso klingt. Schon geil, die Jungs aus der Schweiz, auch und gerade weil man sie nicht so wirklich einordnen kann. (Milk and Chocolate Rec.)
Dexter Jones Circus Orchestra – Side by side
Noch ein Orchester, von dem mir aber unbekannten und auch gar nicht in der Band vorhandene Dexter Jones. Wieder so eine Platte, die vor 30 Jahren hätte erscheinen können. Vor 40 Jahren meine ich natürlich. Ich schreibe hier von den wilden 70ern. Layout, Musik, passt alles. Sepiafarbene Bandfotos von langhaarigen bärtigen Rockgitarristen beim Tourleben. Die Musik ist dann natürlich sehr authentisch klingender 70er-Jahre-Psychedelic-Kifferrock, schon so authentisch wie die Tapete mit den orange-braunen Kreisen, die in deinem Lieblingsbaumarkt als RETRO angepriesen wird. Höchstens der Sänger erinnert manchmal an den einer topaktuellen Band namens Monster Magnet. Zum Glück ist das DJCO angenehm out of time in ihrem Sound und wenn ich mir das so anhöre, gefällt mir das besser als so manche Iro-Punkband, die auch nix anderes als ihre Klischees kann. (Fuzzorama Rec.)
Born to loose – Old scars
Ha, die sind super, die Jungs! 5 Männer vor einer holzvertäfelten Wand mit Bierwerbung an einem Biertisch sitzend, vor sich große Bierkrüge, und die sind bestimmt nicht zum ersten Mal voll. Normalerweise kann ich so einem einfach gestrickten Punk-Rock nicht mehr soviel abgewinnen, weil es schon zuviel davon gibt. Klar ist auch, daß Born to lose hiermit nicht den Innovationspreis der deutschen Musikindustrie gewinnen werden, aber scheiß der Hund drauf. Und die Katze und alles sowieso. Scheiß auf alles, Hauptsache laut und schnell. Und scheiß drauf, daß die Melodien und Arrangements auch schon zigmal von anderen Bands geklaut wurden. Schöner White-Trash-Asi-Punkrock, aber nicht böse, sondern mit einem Optimismus, der bei jedem Akkord aus der Box kullert. Dazu passt diese raue Stimme, die aus einer Kehle kommt, die bestimmt schon mehr als einen Whisky runtergespült hat und unterstützt wird von Chören wie aus der Gemeinschaftsdusche im Männerknast. Perfektes Gegengift nach einem anstrengenden Wochenendseminar in deinem Philosophiestudium! (People like you rec.)
Sonntag, 10. Mai 2009
Reviews Renfield No.17 Pt.2
Ok, and as Want to get this done, here is the rest of the reviews of RENFIELD NO. 17. Enjoy. or not. At least read it.
Hi Tereska – Winter im Herzen
Seltsamer Name, aber das soll uns doch nicht von der guten Musik abschrecken. Nein nein, Hi Tereska sind wirklich gut. Also gut finden werden es bestimmt Leute, die a) nicht auf ganz seichten Punk/Emokram stehen (grobe Fahrtrichtung Leatherface, irgendwie auch Boxhamsters oder Oma Hans und manchmal Get-up Kids), die b) eine leicht melancholische Ader haben und c) es zu schätzen wissen, wenn eine Frau gute Texte auf deutsch dazu singt( und dabei latent an Mia in der Deproversion erinnert), die die unter b) genannte Melancholie gut rüberbringt. Wenn man jetzt die Information dazu nimmt, daß es sich bei Hi Tereska um die Nachfolger der Dunkelpunker Einleben handelt, weiß man, ob man da Bock drauf hat oder nicht. Ich für meinen Teil hab. (Rookie Records, www.rookierecords.de)
Seven Sioux – We are not the scary people
Juhu! schreit mein kleines Herzerl und bumpert ganz arg. Seven Sioux sind zurück auf der Karte. Und zwar auf der GRUß-Karte vom guten Ösi-Punk. Neben Target of Demand waren die Sioux (die mit T.o.D. ja irgendwie verbandelt bzw. sich überschnitten haben) eine der besten österreichischen Punk/Emo-Vertreter. Und zwar zu einer Zeit, als Emo nicht Kajal und Seitenscheitel war, sondern einfach eine etwas empfindsamere Art von Hardcore. Das alles ist bestimmt 20 Jahre her und ich hab die Band auch erst kennen gelernt, als sie längst schon nicht mehr beisammen war. Und jetzt das: neue Platte und es scheint als wollten sie den Beweis führen, daß alte Männer doch noch gute Musik machen können. Klar, es ist immer noch der alte Gefühlscore mit Indieeinflüssen, wer will kann auch sagen, die Seven Sioux sind die Fugazi/Embrace von Wien, aber solche Bezeichnungen ekeln mich an. Das ist wie gute alte Freunde treffen, klar, jetzt gibt’s mehr Falten, aber im Großen und Ganzen sind die Dinge, die man früher an ihnen mochte, immer noch da. Willkommen zurück, liebe Indianer! (contact www.Fettkakao.com)
Rentokill- Anti-Chorus
„Hi Fredda“ sag ich „hier ist die neue Rento-Kill, naa, wie schmeckt dir das?“ Fredda spreizt die Beine und putzt sich gemütlich den Anus „Ach ja, sieht so aus als würden die jungen Skateburschen in Österreich auf so was stehen. Klingt wie die Anti-Maniax oder the Plague Mass und so ein bisschen auch nach Propagandhi oder Strike Anyway: So ganz politisch engagierter Skatepunk, schnell, etwas melodisch, dolle Chöre dabei, aber irgendwie nicht meine Dose Sheba. Ist natürlich gut gespielt und produziert, aber irgendwie zu beliebig, und ich wette neben denen gibt es noch zehn andere Bands in Neustadt bei Wien, die so klingen. Schön, daß ihr so gut dabei seid – gegen alles Böse in der Welt, aber das ist mir etwas zu angestrengt. Wo bleibt denn der Blues hier? Und viel wichtiger: Gibt’s jetzt was zu fressen?“(www.rentokill.com, www.ruderecorz.com)
Drachenmädchen No.11
Das erste Rendezvous vom Drachenmädchen mit den alten Renfield. was gibt es da zu sagen? Vielleicht, daß sich die beiden doch besser verstehen als auf den ersten Blick gedacht. Das Mädchen im schicken Querformat, schlichtes, aber gutes Layout. Da kommt es mehr darauf an, was gesagt wird und nicht auf viel bunte Bilder. Und die Mische, die ist natürlich auch wichtig. als Klolektüre hat mir dieses Heft schon so manchen Obstipationsvormittag versüsst, denn die Stories sind gut geschrieben, die Interviews auch so gemacht, daß man zumindest versucht, nicht immer die ewiggleichen Sachen zu fragen. Naja, die Bands die allerdings in der Nr.11 untergebracht werden sagen mir wenig – Missing Shadows, Nikki Corvette, Fucked Up, Marlaturnspale –da bleib ich lieber bei den Kurzgeschichten und die Kolumnen. Manchmal gehört gar nicht viel dazu, ein gutes Heft zu machen. Mal schauen wie’s weitergeht. (Drachenmädchen Magazin, Postfach3107, 49021 Osnabrück)
Katzilla No.4
Das kleine Zine von den Betreibern des Else-Joffi-Fanzine-Vertriebs sieht aus wie eine CD-Beilage, allerdings ohne CD. Sieht und liest sich wie ein kleiner Snack zwischendurch, lass es ca. 30 Seiten sein, keine Interviews, dafür Fotos, Comics über das Leid von Fanzine-Junkies, Geschichten mit mehr oder weniger politisch/persönlichem Hintergrund von einer Handvoll Schreiber aus aller Welt. Musik gibt’s keine, nicht als Bericht und auch nicht zu hören, also ein kleines persönliches Heft, vorzugsweise geeignet für die längere Fahrt mit der S-Bahn durch Berlin. Wie gesagt, ein Snack. (www.else-joffi.de)
Wheel – Ausgabe 91
Ich befürchte meine Country-Affinität nimmt langsam monströse Ausmaße an. Jetzt bequatsch ich schon Country-Fanzines im Renfield. Das Wheel ist allerdings eins von den Magazinen, die sich nicht mit der „guten“, alternativen Art von Country auseinandersetzen, sondern mehr für das steht, was man als subkulturell vorgeprägter Mensch immer recht strange an Country fand. Soll heißen, hier werden die schrecklich kitschigen Cowboyauswüchse des Genres präsentiert und zwar mit allem Piff und Paff. Konzertberichte(vornehmlich aus Süddeutschand), Karl-Mayfestspielberichte, CD-Reviews, Line-Dance-Lektionen, US-Charts und ne Menge Kleinanzeigen für die echten Cowboys- und Girls in diesem Land ohne Cowboytradition. Wenn man so gar keine Ahnung hat von dieser Mainstream-Countrysauce, kriegt man hier also eine Menge Informationen, allerdings etwas bieder geschrieben, aber das passt ja zur Musik. Was aber überhaupt nicht geht, ist der Preis: Für ein so dünnes, recht schlicht gestaltetes S/W-Heft (36 Seiten, DIN A4) mit zig Anzeigen drin, 1,70 € zu verlangen, ist schon recht dreist. (Wheel, Country Music Magazin, Herbert Arnold, Thymianweg 4, 90441 Nürnberg, www.wheel-countrymail.de)
Toilet paper # 15
Warum macht man ein komplett englischsprachiges Fanzine, wenn man in Swisttal in der Nähe von Bonn wohnt? Macht das den großen Anschluss an die internationale Zine-Szene leichter? Hat frau keinen Bock drauf, daß auch mal Leute aus der Nachbarschaft das Heft lesen wollen, ohne ein Lexikon neben sich zu haben? Ich weiß es nicht. So wie das Toilet Paper kann man das natürlich machen, allerdings glaube ich, daß es auf Deutsch genauso gut gewesen wäre. Vielleicht ist Herausgeberin Alva auch schwer unterwegs in der internationalen Queerpunk/Riotgirrl-Szene, der Eindruck verstärkt sich zumindest, wenn man die 40 Seiten der No.15 mal durchblättert. Wäre ich nicht durch frühere Mitbewohnerinnen von dieser ganzen Szene etwas abgeschreckt, würde ich das TP vorbehaltlos gut finden. So hat es zwar meine Sympathien, bleibt es für mich „nur“ ein nett gemachtes Fanzine mit kurzen Interviews (The Sharpease, The Shocker), Kurzgeschichten, Kolumnen, Gedichten, die sich thematisch mit dem o.g. Bereich befassen und ein paar Reviews quer durch den Punkgarten. Wäre ich jetzt gemein würde ich sagen: File under Nettes-kleines-Ein-Mädchen-Fanzine. Bin ich aber nicht. (contact: Alva Dittrich, Joh.Kohlmannstr.8, 53913 Swisttal, alva@f-spin.de)
Die Floozies – same 7inch
Wusste gar nicht, daß die Dinger, die ich jeden Morgen aus dem Bauchnabel puhle, jetzt auch Musik machen. Musik aus dem Bauch heraus würde ich zu den Solingern sagen und das passt nicht nur als schlechter Wortwitz, denn die schrubben auf dieser EP einen extrem flotten Garagenpop runter. Vier Songs, alle großartiger rauher PowerPopGaragenrock, kommen gut aus den Hufen und sind ein guter Appetizer für mehr. Man merkt, daß die Jungs (sind bestimmt schon gestandene Männer) die ein oder andere Back from the grave/Pebbles-Compilation im Schrank stehen haben. Und wie man Crypt-Records schreibt wissen sie bestimmt auch. Schicko schicko sag ich. Fetzt wie ein Calippo bei 30 Grad am Strand. (contact: www.thefloozies.de, info@thefloozies.de)
Scott Reynolds – Livin’ the dream
Keine Ahnung, ob das hier der uneheliche Sohn von Burt ist, auf alle Fälle ist Scott Reynolds der ehemalige Sänger von ALL. Mit denen hat er drei Platten aufgenommen und mit seinen nachfolgenden Bands, Goodbye Harry und den Pavers, wurden ebenfalls einige Alben bei SST auf den Weg gebracht. Leider sind die letzten Bands hierzulande nie wirklich bekannt geworden oder vielleicht auch gar nicht veröffentlicht worden, wer weiß. Also hat sich Scott entschlossen, quasi als Best-of oder Retrospektive seines bisherigen Bandlebens, die besten Songs dieser Bands zu dieser Compilation zusammenzufassen. Was darauf zu hören ist, bringt schnell die Frage auf, warum das nicht früher mal was geworden ist. Denn die Songs sind großartiger, melodischer Punkrock à la Descendents oder Weezer mit einem sehr guten Songwriting. Manchmal gibt’s großartige Chöre, manchmal klingt es ähnlich verspielt wie bei They might be giants, auch Akustikgitarre und Klavier werden ab und an mal eingesetzt, es bleibt also die ganze Zeit sehr abwechslungsreich. Definitiv keine 08/15-MelodicPunkplatte, dazu passiert zum Glück zuviel bei diesen 22 Songs. Bleibt zu hoffen, daß Mr. Reynolds bald wieder eine neue Band auf die Beine stellt, wäre schade, wenn er das Musikmachen drangegeben hätte. (Boss Tuneage Rec., www.bosstuneage.com)
SNG – Sunny Punkrock EP
Komisch, immer wenn ich an Punk aus der ehemaligen Sowjetunion denke, glaube ich, daß es da nur Skapunk oder brutale Crustbands gibt. SNG aus Minsk zeigen, daß Kalifornien eigentlich in Weißrussland liegt und man auch dort optimistsich-sonnigen melodischen Punkrock wie Green Day mit einer sehr poppigen Kante und gelegentlichen Skasprengseln spielen kann. Daß sich auch weissrussisch gut als Sprache für so einen Sound eignet, dürfte auch nicht so ganz bekannt sein. Auch wenn es nicht ganz mein Sound ist, machen die einen ganz sympathischen Eindruck, auch auf dem beigefügten Viedeoclip. Wäre bestimmt mal nett, die hierzulande mal auf Tour zu schicken. (contact: www.nagolovu.com, fgenius@tut.by)
Decadence Within – Reflections (Do-CD)
Tja, so kann’s gehen. Da hält man 9 Jahre eine Band zusammen, tourt durch alle möglichen Länder, bringt Platten und Demos raus, engagiert sich wie Hulle, aber irgendwie...kriegt es keiner mit. Decadence within ist so ein Beispiel für eine englische HC-Punkband mit fast olympischen Ambitionen, die von 1985 bis 1994 aktiv war, es bekanntheitsmäßig nicht über Insiderkreisen hinaus geschafft hat. Bestimmt mag es Leute geben, die so eine Zusammenstellung von Demos und seltenen Aufnahmen von DW brauchen, allerdings finde ich ihren sperrigen HC-Punk auf die Dauer etwas zu anstrengend und nicht wirklich herausragend, um damit gleich zwei CDs vollzumachen. Bei allem Engagement der Band, das hier dürfte wohl nur was für beinharte Sammler von englischem Punk aus der Instigators/Conflict/-Subhumans-Ecke sein. (auf Boss Tuneage Records, www.bosstunegage.com)
Mac Blagick – same
Nackte grüne Frauen mit roten Lackstiefeln gehörten schon immer zu meinen Lieblingsmotiven auf dem Cover und auch die Musik von Mac Blagick kann ich mir ab und zu ganz gut verpacken. Besonders dann wenn ich besoffen in meiner Lieblingshardrockkneipe sitze und den alten Zeiten nachweine, als Deep Purple noch so fetzige Musik gemacht haben. Wann war das? In den 70ern? So lang her? Und Mac Blagick? Die machen das heute noch? Wahnsinn! Echte handgemachte Rockmusik. Wo gibt’s das denn heute noch? Nicht so schlecht wie man denken könnte, bis auf den seeeehr unangenehm hohen Hardrockgesang. Wer hat in der Band eigentlich den Job, dem Sänger beim Konzert immer in die Eier zu kneifen? Der perfekte Soundtrack zwischen zwei Runden Smoke on the water in Paules Metaleck. (auf Glen Ghost Records, www.glenghostrecords.com)
The Bottrops – same
Nicht nur, weil Johnny Bottrop bei der Mit-Tim-Drin-Show ein sehr sympathischer Gast war, gefallen mir die Bottrops sehr gut, nein, es liegt natürlich auch an der Musik. Befürchtet hatte ich einen lahmen Terrorgruppenabklatsch und bekommen habe ich etwas vollkommen anderes. Und zwar eine sehr gut gemachte deutschsprachige Punkscheibe, die vom Sound her etwas erdiger, garagiger als die TG ist. Einen neuen Sänger gibt’s auch, der der Band einen etwas tiefgründigeren, weniger funpunkigen Touch. manchmal erinnert er sogar an die Boxhamsters. Also: sehr geile Platte von den alten Herren. Mein Hit ist „Von A-Z, sehr tanzbar, das.







